Liebe Mitchristen,
düstere Tage drücken auf das Gemüt. Wenn morgens bereits die Sonne lacht, hebt sich jedermanns Stimmung. Man kann verstehen, dass heidnische Völker die Sonne als Gottheit verehrt haben. Der Schöpfungsbericht der Bibel macht deutlich, dass Gott der Schöpfer von Sonne, Mond und Sternen ist. Ihn gilt es zu preisen. Der Dichter und evangelische Pfarrer Paul Gerhardt (1607 – 1676) lädt uns dazu ein.
In seinem uns allen bekannten Lied 'Die güldne Sonne' (Gotteslob Nr. 912) fasst er sein Erleben am frühen Morgen in Worte. Freude und Glück spürt er, wenn die Sonne ihn aufweckt. Die Sonnenstrahlen holen ihn aus seinen Träumen. Er ist glücklich, dass ein neuer Tag angebrochen ist. Keine Spur von Verschlafenheit ist ihm anzumerken. Ihm graut nicht vor den Aufgaben, die vor ihm liegen, 'munter und fröhlich' schaut er auf den Himmel und auf all das, was auf ihn wartet.
Paul Gerhardt weiß, wem er das zu verdanken hat, nämlich Gott. Alles was er schauen darf, kommt von Gott: 'mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß'. Die Schönheit der Schöpfung entdeckt das Auge, der Verstand erkennt Gottes Allmacht und Größe, die wie von selbst zum Lobpreis Gottes und seiner Anbetung führen. Wenn Paul Gerhardt zum Himmel hinaufschaut und dabei an Gottes Größe denkt, gehen seine Gedanken noch weiter: 'Und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden.' Damit ist unsere christliche Berufung angesprochen, unsere Berufung zum ewigen Leben. Der Himmel muss unser Ziel sein. Der Himmel, den wir über uns sehen sollte uns tagtäglich daran erinnern, dass die Erde nicht alles ist. Jesus spricht davon: 'Sammelt euch nicht Schätze, die Rost und Motten verzehren, sondern sammelt euch Schätze, die bleiben für das ewige Leben.'
Wir müssen es lernen, den Blick aus dem grauen Alltag zu erheben, damit wir erkennen, was wirklich zählt, was bleibt für das ewige Leben. Deshalb ist der Sonntag für den Menschen so wichtig. Heraus aus dem Trott des Alltags hin zu Christus. Er ist die wahre Sonne, die unser Leben erleuchtet. Er richtet die Ermüdeten auf. Er macht die Traurigen froh.
Sprach die zweite Strophe von Gottes Größe und Macht, so ist es Paul Gerhardt in der folgenden Strophe ein Anliegen, uns Gottes Allgegenwart nahe zu bringen. Wir sind ihm nicht gleichgültig. Seine Sorge ist es, dass wir bei ihm sind, und er bei uns. Deshalb begleitet er uns mit seinem Segen und mit seiner Gnade. Gott ist aber nicht nur allmächtig, allgegenwärtig und barmherzig, er ist auch ewig. 'Alles vergeht, Gott aber stehet ohn alles Wanken.' Auf ihn gilt es zu bauen, ihm gilt es zu vertrauen, denn 'sein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden...sie halten uns zeitlich und ewig gesund'.
Das ganze Lied mit seinem Text spricht von einem unverbrüchlichen Vertrauen, das Paul Gerhardt zu Gott hatte. Dabei war sein Leben nicht leicht: vier seiner fünf Kinder sind schon im Kindesalter gestorben, und auch seine Frau ist allzu früh abberufen worden. Er selbst wurde 69 Jahre alt. Diese Jahre sind trotz aller Sorgen und Entbehrungen für ihn wie im Fluge vergangen. Gerade ältere Menschen werden wohl diese Erfahrung bestätigen können.
11.Juli Festtag des Hl. Benedikt von Nursia
Benedikt von Nursia (+ 30./31. Juli 579) gilt als Begründer des christlichen Abendlandes. Er stammt aus dem römischen Landadel und zeichnet sich aus durch den Sinn für Tradition, durch Maßhalten und Ordnung sowie durch eine Begeisterung für das Heilige, kurz für Kultur und Kultus, für das Ora et labora, das Bete und arbeite.
Es ging ihm um die Umsetzung des Evangeliums im Bemühen um Vollkommenheit und Heiligkeit, wie Jesus sie von allen, die ihm folgen, fordert. Möge Benedikt, der Patron Europas, vom Himmel her das Werk derer, die sich in seinem Sinne mühen, auch heute begleiten und mit Gottes Hilfe festigen, damit Europa für die Welt ein leuchtendes Beispiel christlicher Kultur und die Verehrung des wahren Gottes sei, der sich in Jesus Christus der ganzen Welt geoffenbart hat – zu ihrem Heil.
Pfarrfamilienfest und Pferdesegnung
am Sonntag, 27.06.2010 in Bauerbach
Bei herrlichstem Wetter durften wir am Sonntag, 27.06.2010, unser alljährliches Pfarrfamilienfest mit Pferdesegnung feiern. Nach der Feier der Heiligen Messe warteten schon die Pferde und Gespanne vor der Kirche auf den Beginn der Prozession zur Festhalle.
Viele Liebhaber von Pferden kamen mit oder ohne Pferd zu uns nach Bauerbach. Die Straßen waren gesäumt von zahlreichen interessierten Zuschauern und Gästen, die ganz spontan Applaus gaben zur großen Freude der Prozessionsteilnehmer.
Vor der Halle feierten wir unsere kleine Andacht mit Segnung der Pferde und Ponys. Herr Bernd Dickemann – unser Initiator - kommentierte dankenswerterweise wie jedes Jahr gekonnt mit viel Engagement die zur Segnung vorbeiziehenden Pferde und Gespanne. Besonders ging es ihm in diesem Jahr um den Nachwuchs bei den Pferdehaltern, die natürlich auch die Zukunft unserer Pferdeprozession bilden. Der Musikverein begleitete die Prozession und die kleine Andacht vor der Halle. Aber auch zum Mittagessen spielte der Musikverein mit seinen Melodien zur Unterhaltung von uns allen.
Das Nachmittagsprogramm gestalteten viele Akteure: unsere Kinder des Kindergartens mit ihren Erzieherinnen, unser Gesangverein, das Jugendorchester des Musikvereins, die Kinderturngruppe und der Alternativchor 'The Other Voices', die Unterstützung fanden von zahlreichen Kinderstimmen. Unser Publikum war von allem begeistert. Allen Vereinen und Gruppen sagen wir von Herzen: Vielen Dank.
Unser besonderer Dank geht an all unsere Gäste und die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die bei der Vorbereitung und Durchführung mitgeholfen haben. Danken wollen wir auch der großen Schar unserer Firmanden, die uns wirklich tatkräftig unterstützt hat. Allen sagen wir: Vergelts Gott.
Danke dafür, dass es wieder ein schönes FEST VON ALLEN- FÜR ALLE sein durfte.
Für den PGR-Bauerbach: Kuno Lohner, Vorstand