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Überblick

Der Begriff Seelsorgeeinheit entstand aus einer Entwicklung der jüngsten Zeit im Leben der Katholischen Kirche in Deutschland.

Im Zuge der immer weiter zurückgehenden Anzahl der Priesteramtskandidaten der letzten Jahre sah sich unser Bischof gezwungen, umwälzende Schritte in der Gemeindepastoral einzuleiten. So wird die Zahl von ca. 1090 Pfarreien unserer Diözese durch Zusammenlegung und Zusammenarbeit entsprechend der in den nächsten zehn Jahren zur Verfügung stehenden aktiven Priester auf 350 Seelsorgeeinheiten reduziert (Stand 2003). Konkret bedeutet dies, dass immer mehr Pfarreien von einem Pfarrer in Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Laien betreut werden.

Schon früh zeichnete sich dieser Prozess für unsere Gemeinden ab. Von 1976 bis 2001 wirkte Pfarrer Hartmann in der Pfarrei Neibsheim mit der Filiale Gondelsheim. Ab 1984 war er auch für die Pfarrei Bauerbach zuständig. Von 1977 bis 1993 wirkte dort Pater Robert Späth als Kooperator; nach seinem Tod, wurde die Pfarrei endgültig von Neibsheim aus betreut. 1994 ging Pfarrer Norbert Schmitt in den Ruhestand, so dass die Pfarrei Büchig, deren Seelsorger er 33 Jahre lang war, ebenfalls von Pfarrer Hartmann „mitversorgt“ wurde.

Zur Unterstützung der Seelsorge in den nunmehr 3 kooperierenden Pfarreien wurde im August 1994 Gemeindereferent Reiner Debatin angewiesen - er wohnt mit seiner Familie in Bauerbach.

Zum 15. Oktober 2000 wurde die schon seit mehreren Jahren gut funktionierende Zusammenarbeit rechtskräftig und zur Seelsorgeeinheit Bretten-Land erhoben.
Der Name, der ganz bewusst keine der Gemeinden bevorzugt, verweist lediglich auf die gemeinsame geografische Lage (ländliche Umgebung von Bretten) und will hierbei Programm für die Zusammenarbeit sein: Es geht in dieser Organisationsform um die Arbeitsweise der Seelsorger, die in gleicher Weise für alle Gemeinden zuständig und für deren Einheit verantwortlich sind. Die Organisationsstruktur als Pfarrei bzw. Filiale bleibt also im vollen Umfang erhalten. Jede Gemeinde hat ihren Pfarrgemeinderat, volle Finanzhoheit und ist eigenverantwortlich für die übrigen Bereiche wie Baumaßnahmen, Kindergarten, Pfarrcaritas, Gemeindeleben ... .
Seit dem viel zu frühen Tode von Pfarrer Hartmann am 22. September 2001 wird die Seelsorgeeinheit von Pfarrer Thomas Glatzel betreut, der im Pfarrhaus in Büchig wohnt.
 

Organisationsstruktur

Pastoralteam:
Pfarrer Thomas Glatzel, Leiter der Seelsorgeeinheit
Gemeindereferent Reiner Debatin
Details finden Sie hier

Gemeinsamer Ausschuss des Pfarrgememeinderates:
Wird gebildet aus je 3 Pfarrgemeinderäten jeder Gemeinde. Er befasst sich mit pastoralen Angelegenheiten, die alle Pfarreien betreffen und einer einheitlichen Lösung bedürfen.

Gottesdienstkonferenz:
Hier werden halbjährlich die Gottesdienste (Zeit und Ort) für die Gemeinden festgelegt.

Sekretärin:
Sie arbeitet halbtags, ist für alle Gemeinden zuständig und unterstützt Pfarrer und Gemeindereferent bei deren Arbeit. Sie hat in jeder Pfarrei Sprechzeiten und arbeitet ansonsten im Pfarrhaus Neibsheim.

Gemeinsame Aufgabenfelder aller Gemeinden:
In der Pastoral arbeiten die Gemeinden eng zusammen, bilden gemeinsame Arbeitskreise (Erstkommunion, Firmung, Liturgiekreis) und entwickeln gemeinsame Angebote (Kinder-, Familien- und Jugendgottesdienste, Kinderbibeltage, Wallfahrten, Glaubenskurse...).

Die Seelsorgeeinheit als Chance!

Für uns ist die Errichtung der Seelsorgeeinheit nicht Notbehelf, sondern vielmehr Chance. Die gegebene Situation des zurückgehenden Priesternachwuchses erfordert von uns allen Einschränkungen, fordert und fördert aber um so mehr das persönliche Engagement.